letzte Tage in Indien
- Geschrieben von Barbara & Walter
- Februar 24, 2009
- Land: India
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Nach einem Jahr radeln und wandern durch Indien sind wir traurig dieses Land verlassen zu muessen. Wir haben uns sehr wohlgefuehlt hier, sind mit den Verhaeltnissen mehr oder weniger vertraut und haben viele neue FreundInnen gefunden; alles in allem ein super Jahr.
Doch so schnell sind wir nicht weg - hier noch die letzten Wochen.
Retour nach Delhi
Mitte Jaenner wird es Zeit fuer uns unsere Visa fuer die Heimreise zu beantragen. Dafuer eignet sich die Hauptstadt am besten, nur trennen uns noch flotte zweitausend Kilometer von selbiger. Am Horizont taucht gleich mal eine Huegelkette auf und wir wollen drueber und durch. Unsere Landkarte sagt: es gibt eine Strasse die kein Highway und auch kein Karrenweg ist. Plaudern mit den Menschen in den Doerfer ueber unsere Route. Es wird uns eindringlich der Highway empfohlen alles andere sei Dschungel und nicht zu fahren. Doch was wissen die von wabarad und unseren Moeglichkeiten… so fragen wir solang bis endlich ein Mann zugibt, dass es moeglich ist, und die Strasse existiert. Das wollen wir hoeren und es geht los!
Es wird anstrengend, weil schon nach 4 km der Asphalt endet und es eine Piste wird, ebenso werden die Distanzangaben immer laenger bis zum naechsten Ort, sodass Campieren von noeten ist. Unsere Notration Nudeln kommt zum Einsatz, Wasser koennen wir ausreichend filtern da wir ja bergan einem Fluss folgen. Kochen und im Zelt schlafen wieder einmal sehr sehr angenehm. Besuch kommt auch und wir koennen die “wilde Tiere Problematik” abklaeren, es gibt keine hier. Einen Kilometer weiter waere ein Fest, dort sollen wir hinkommen, falls wir wollen oder es Probleme gibt. Die Nacht wird problemlos und wir schlafen gut und tief.
Zum Fruehstueck haben wir wieder Besuch von Festheimkehrern, sie begleiten uns ein Stueck und helfen uns beim Schieben ueber die steilen Rampen. Wir koennen uns nur mit ein paar Keksen revangieren. Die Anstrengungen lohnt ein Ausblick auf die Ebene von Indore. Schwitzend und mit wenig Luft kommen wir ins erste Dorf wo wir gleich mit Tee und Fruehstueck empfangen werden.
Unsere Route aendern wir wiedermal, weil uns Maheshwar bei der Bootsueberfahrt so gefaellt. Ghats, Tempel und Festung - wir wandern herum und geniesen den Ausblick.
Mandu aehnlich wie Hampi eine alte Hauptstadt (15. Jh.), die jetzt nur noch aus Truemmern und Ruinen besteht mit einem mehr oder weniger touristischem Dorf in Mitten. Das Ganze liegt auf einem Hochplateau.
Wir radeln durch die Stadttore der alten Stadt mit 10km Durchmesser und finden einen ruhigen Platz am Rand, denn im Tempel wird gefeiert. Das uebertragen die Inder gern in ohrenbrechender Lautstaerke rund um die Uhr, um dem Tempel herum. Herrliche Landschaften, eine Sonnenuntergang und viele alte Steine… eine Fachgespraech mit einem Manduraner ueber Werner Schlager und oesterreichisches Tischtennis, koennte unseren Patriotismus anstacheln - tuts aber nicht da bei uns die Basis fehlt. Treffen Hans aus Strobl - er wird uns in Kajuraho wieder begegnen.
Auf dem Weg nach Indore finden wir Wege im Morgennebel mit wenig Verkehr, Feldern, Landwirtschaft und Doerfern mit freundlichen Menschen. An einer Kreuzung, nach dem Weg fragend, werden wir auf Tee eingeladen, was nicht ungewoehnlich ist.
Doch der Pan-Walla bereitet auch ein Blatt mit Betelnuss fuer uns. Da hast du ein Handteller grosses Blattroellchen, mit allerlei gefuellt, Honig gesuesst und rein in den Mund. Es wird gekaut und weil es wohlschmeckend ist, verzehrt Walter gleich den ganzen Inhalt - spuckt nach einer Weile nur die Reste der Betelnuss aus. Barbara ist nicht so begeistert und macht eher die indische Variante kauen und spucken, nicht schlucken.
Indore, eine Stadt der Groesse Wiens. Fahren zum Bahnhof - eine Stadterfahrung nach so viel Landverkehr. Finden ein empfohlenes Hotel - wohnen unterm Dach und koennen die Drachen ueber der Stadt sehen. Am Nachbarhaus versucht eine Gruppe von Jugendlichen die Drachen der anderen abzuschiessen. Spannende Drachenkaempfe am Himmel ueber Indore.
Fuer die letzten 950 km steigen wir in den Zug. Leider wird aus dem Schlafen nichts denn unser Nachbar kann seinen Mund nicht halten, quatscht die ganz Nacht… troesten uns mit Delhi und der Ruhe bei Cornelia. Schlafen auch gleichmal den 1/2 Tag bevor unsere Visa-Arbeit beginnt und wir das Paki Visum nach 3 Tagen im Pass haben und das iranische beantragt ist und in 2,5 wochen bereit sein soll.
WARTEN AUF VISA MIT BIRGIT
Gwalior, Orchha und Khajuraho sind unsere Ziele um die Zeit zu verkuerzen - das Radfahren macht Pause, denn die Entfernungen sind zu gross. Wiedersehen mit Birgit, die uns in Anfang September in Padum (Zanskar) verlassen hat.
Viele Mitbringsel aus Thailand, Geschenke die wir brauchen koennen wie Badeschlapfen und die wir essen wie Keks, Schokoriegel und anderes. Freuen uns sehr auf die kommenden Tage mit Birgit. Wieder ist es Zugfahren, das ist in Indien stresslos angenehm und mit Vollversorgung: Essen, Trinken sowieso, Zeitung, Schloesser, Ketten, Obst, Gebackenes, Unterhaltung und und und…. vor der Abfahrt noch eine Segnung eines Transvestiten, huebscher Kerl die Frau - schon kann gar nichts mehr schiefgehen.
Kommen bestens gelaunt in Gwalior an - finden ein Guesthouse, Thali und schlafen uns aus fuer die Burgbesichtigung am naechsten Morgen. Wenige Touris sind hier, umso mehr bemuehen sich Rikschafahrer um uns… wandern auf die Burg: sehr gross ca. 100m ueber der stadt und sicher 5 km lang beherbergt sie Palaeste, Hindu-Tempel und Jain-Statuen…
Den Reiche gab es viele im alten Indien und Orchha ist der naechste ort den wir besuchen. Fotos dazu haben wir unten im blogg angefuegt. Fuer alle die mehr Interesse haben - und nicht auf unsere Heimkehr warten wollen, wikipedia eine gute Quelle. Der Ort selbst ruhig und weniger Anmache als sonst wo, nicht zuviel und nicht zu wenig an touristischer Infrastruktur.
Nach Khajuraho kommen wir auf einer brandneuen Zugstrecke die erst seit 3 Wochen in Betrieb ist - geniessen den Komfort der Holzklasse fuenf Stunden lang fuer 90 km. Es wird gesungen im Zug und jede Station grosser Bahnhof fuer die 3 Touris im Zug… Birgit als Raucherin viel bewundert/angestarrt. Auch weil sie nur ein Fussketterl hat. Die Tempel aus dem 10./11. Jh. sind wegen ihrer erotischen Darstellungen bekannt und beliebt. Auch wir sind von den “haeuslichen Szenen” (lesen wir im Museum als Beschreibung fuer erotische Darstellungen) beindruckt.
Gruppensex in aller Oeffentlichkeit zur Schau geboten und das im prueden Indien, wo schon ein nacktes Frauenknie zu Ausschreitungen fuehren kann. Ein Tempelwaechter meint, fuer ihn sei dieses Kamasutra nichts, er habe schon fuenf Kinder und kann keine weiteren mehr brauchen…
Hans unseren Strobler treffen wir wieder - er am Rad wir zufuss. Birgit verlaesst uns wieder sie nach Varanassi und wir retour nach Delhi.
Die Visa-Arbeit hat sich gelohnt auch die Iraner haben nichts gegen unseren Besuch und Pakistan freut sich auch schon auf wabarad. So bleiben uns noch die letzten Einkaeufe, am Gewuerzmarkt und anderen Souvenirgeschaeften, Packerl machen und nach Haus schicken.
Ein Hoch auf unsere Gastgeberin - steuern Karottenkuchen zum Abschiedsessen bei und schon sind wir raus aus der Stadt. fast ohne Verfahren schaffen wir es nach Amritsar, der goldene Tempel funkelt in der Sonne und wir nehmen Abschied von Indien und freuen uns auf Pakistan.
DIE RUECKFAHRT NACH DELHI
WIR WARTEN AUF DAS VISUM
SO LERNEN WIR DELHI LIEBEN
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wieder super schöne fotos
ich hoff pakistan wird auch so schön für euch!
ganz viele bussis
liebe anna, ja, paki ist lieb zu uns - vorallem unsere gastgeberInnen verwoehnen uns grenzenlos. danke an alle die sich hier um uns kuemmern. waba
anna Am 25. Februar 2009 um 18:51 UhrHallo ihr zwei
heute ist euere Karte angekommen. Waren auch schöne Tage mit Euch in Goa. wir denken oft daran zurück. Vielleicht sieht uns indien bald wieder wenn die Nachricht von Gabi für uns positiv ausfällt.
Beim Bruchhaeusl sind heuer zwei Lawinen heruntergekommen und ganz kanpp vor den Haeusern zum Stillstand gekommen haben jedoch den Wald auf ihrem Weg weggeraeumt, sodass es bei den naechsten Wintern mit heftigen Schneefaellen schon gefaehrlich werden kann.
Morgen holen wir die Tante Inge und Steffi von ihrer Kur aus Weyer ab.
Peter hat für uns neue Matratzen besorgt und meint nach 30 Jahren ist das nicht zu bald obwohl die jetzigen (sind aus Latex) noch nicht kaputt sind. Hätte sie Adi für den Flohmarkt gegeben, der hat aber dankend abgelehnt. So werden sie halt entsorgt.
Freuen uns schon bald wieder von Euch zu lesen.
Bussi Mama und Papa
Liebe Eltern,
walter und Elfi Am 9. März 2009 um 19:55 Uhrsuper, dass die Postkarten angekommen sind - Tante Frieda und Onkel Gottfried müssen sie dann auch schon haben….
wir warten noch, sind in Isamabad und unsere felge, die liegt in Dubai herum und wartet auch. Naja machen hier Ausflüge und beniesen das Faulsein. Doch irgendwie zieht es uns schon fort. Wollen runter nach Karchi und werden am 23.3. von eben dort nach Shiraz im Iran fliegen. Gestern gebucht das ist alles unter Dach und Fach. Nur die Felge, aber die wird schon kommen. vom Schnee sind wir weitentfernt - haben 26 Grad und Sonne, koennen uns schon wieder auf heisser werdende Tage einstellen.
Matratzen, die sind am Flohmarkt sogut wie unverkäuflich - wir weden jetzt auch mal Probepacken und abwiegen, damit wir uns ausrechnen koennen was der Flug zusätzlich an Übergepäck kosten wird…
Bei uns nicht viel Neues sonst - das kommt erst wenn wir wieder in Fahrt sind.
Bussi von Barbara und Walter
hallo ihr lieben,
waba sitzt ein wenig fest in Isamabad. wir warten auf Barbara’s Felge. Ihr alte hat sich nach 20.000km durch’s viele Bremsen aufgelöst, dünn geworden und aufgerissen auf 4 - 5 cm. Naja jetzt kommt einen neue aus Leipzig. doch die laßt sich Zeit. Freuen uns schon aufs Weiterfahren, die Ruhe und Erholungsphase koennte schon wieder zu ende sein.
wabarad Am 10. März 2009 um 10:38 UhrBussi und viel grüsse
eure WaBa’s