Weihnacht, Neujahr und viele Kilometer
- Geschrieben von Barbara & Walter
- Januar 15, 2009
- Land: India
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Die Feiertage liegen hinter uns - wir haben gut gefeiert. Wenn auch nicht alles wie geplant abgelaufen ist - doch das ist ja das Schoene am Reisen, dass die Plaene immer geaendert werden koennen, wenn uns danach ist. Und uns war danach: haben wir im letzten Bericht ausm karnatakischem Hinterland ein bisserl ueber die Hindubraeuche und Jainriten geschrieben, ueber Kaffee- und Kardamonplantagen, ist uns das viele Gruen des Dschungels zu anstrengend geworden und flux sind wir aus dem Huegelland wieder ans Meer. Weihnachten am Strand mit Lagerfeuer, Musizieren, Fischessen und ein Bier trinken. Super nette Stimmung wenn die Wellen rauschen und die Sterne funkeln…
Das hat uns viele Kilometer eingebracht - Radfahren vom Feinsten mit wenig Verkehr durch Dschungel und Huegel, entlang von Fluessen und dem Meer, Felder, Plantangen und Doerfer: In 27 Radtagen 2.500 km und 14.227 Hoehenmeter, taeglich 92,6 km mit durchschnittlich 17,7 km/h. Das ist der kurze Statistikteil.
Weihnachten wieder in Gokarna mieten wir uns in einer Strandhuette ein - Schwimmen und Wandern dem Meer entlang. Das alles am 24.12. damit uns das Warten aufs Christkind nicht so lang wird. Eine Kuh leistet Walter Gesellschaft, auch sie freut sich schon auf die versprochene Bescherung: Die Reste des Weihnachtsessen sind ihr sicher. Wir essen Kingfisch aus dem Tandoriofen - koestlich und feiern mit anderen RadfahrerInnen beim Lagerfeier am Strand. Wir denken an unsere Familie/FreundInnen und skypen auch mit ihnen. Freuen uns die Stimmen zu hoeren, besprechen die Neuigkeiten und vergleichen das Wetter und die unterschiedlichen Feierbedingungen. Bis Mitternacht sitzen wir am Lagerfeuer - unsere Wirtsfamilie ist christlich, da wird puenktlich um Mitternacht das Jesuskind in die Krippe gelegt und dazu ein Geburtstagskuchen gereicht.
Am Weihnachtsfeiertag sind wir mit Peter unterwegs. Ein aschacher Radmechaniker, den wir schon beim ersten Gokarnaaufenthalt kennengelernt haben. Fuer alle die den Donauradweg fahren, Schopperpl. 2 in Aschach die Adresse seiner Werkstatt und seines Ladens. Gutes Service fuer wenig Geld, so sagt er - wir glauben ihm.
Abschied vom Meer fuer laenger, denn wir haben schon wieder Besuch. Das freut uns sehr, allerdings trennen uns noch ein paar Kilometer und Berge/Huegel von unserem Treffpunkt, Hampi. Fahren nicht direkt, weil das sind Highways mit viel Verkehr, sondern auf Nebenstrassen durch Dschungel und Doerfer. Hier werden wir am Weg zu einer Weihnachtsfeier von indischen
Zigeunern eingeladen. Unser Freund John predigt, die Gemeinde stimmt mit vielen kraeftigen “Hallelujas” zu. Den Weihnchtskuchen kosten wir noch, aber das Abendessen muessen wir ablehnen, wollen wir doch rechtzeitig in Hampi sein.
Hampi, die alte Hauptstadt Vijanyanager-Reiches (13. - 16.Jh.) ein Ruinenfeld mit 25km Durchmesser.
Ein Tempel ist noch in Betrieb, ansonsten viele Touristen, die sich diese Landschaft und Tempel, Palaeste, nicht entgehen lassen wollen. Von diesen viele Touristen laufen einige mit Schaumstoffmatten durch die Gegend, obwohl es ausreichend Unterkunft gibt. Es sind keine Touris die sparen, sondern Klettermenschen, die auf den malerischen Felsen boldern.
Wir warten auf Iris und Richard. Zu Silvester klappt es nicht, weil der Bus Verspaetung hat, aber dann am Neujahrstag sind sie da. Verpasst haben sie nichts - denn Silvester herrscht Partyverbot und die Polizei bewacht jeden Eingang zu den Lokalen. Wir wissen nicht genau warum - wegen der Anschlaege in Mumbai vielleicht - denn Goa hatte auch generelles Partyverbot, in Gokarna, wie wir spaeter hoerten ebenso. So feiern Barbara und Walter ohne Besuch, schon wieder unter freiem Himmel mit Lagerfeuer und Musik, Sternschnuppen inbegriffen. Ganz ohne Rauschmittel denn die schmecken uns nicht. Um 2:00 liegen wir in unserem Bett und freuen uns ueber 2009 und was da kommen moege.
Zum Fruehstueck gleich Iris und Richard, die auch die neue Kamera fuer Barbara mitbringen. (Die Fotos werden wieder besser!)
Verbringen schoene Tage in der Ruinenstadt, fahren Rad wie koennt es anders sein, geniessen die Nachrichten aus der Heimat, Horst Skoff hat es in Indien nicht in die Medien geschafft, trotz dramatischem Abgang in einem Puff. Sonst bussines as usual in old Austria. Die 4 Tage sind rasch vorbei und schon sitzen wir wieder am Rad und peilen die Hindu bzw. Jaintempel in Badami an.
Felstempel und Teich in aufregender Landschaft.
Das Radfahren in nicht so von Touristen besuchten Gegenden verschafft uns viele Fans. Kaum steigen wir ab sind wir umringt von Leuten. Menschentrauben die uns ausfragen und die Raeder abfingern… hier kannst du leicht beruehmt sein fuer ein paar Minuten.
Das Bad in der Menge kosten wir aus und beantworten auch gern die immer wiederkehrenden Fragen (siehe “moderner Touristen-Dialog”). Freut uns auch wenn die Leute ueber uns lachen koennen - viel Spass wird gemacht ueber uns und unsere Reise… manchem Inder ist das sogar peinlich. Doch wir verstehn es eh nicht lachen auch herzlich mit, denn verrueckt ist es ja schon. Besonders interesseirt sind auch die LehrerInnen, die uns oft einladen in ihre Schule und wir erzaehlen anschliessend ein wenig… beantworten Fragen und machen Fotos. Tee und Keks kriegen wir als Gastgeschenk. In Maharashstra werden wir auch wieder oefter eingeladen zu Tee, oefter als wir stehn bleiben wollen, schliesslich haben wir meist ein Abendziel und die Baeuche sind schon so mit suessem Milchtee angefuellt, dass nix mehr reingeht.
Ajanta-Hoehen, Buddhistische Tempel herausgehauen aus dem Fels zwischen 2. Jh. vor und 6./7.Jh. nach Chr liegen in einer Flussbiegung sehr malerisch. Heiss da freuen wir uns ueber die schattigen Hoehlen teilweise sogar mit Klimaanlage, wegen der alten Malereien. Als Radfahrer sind wir Exoten und muessen nicht in den Shuttlebus - duerfen die 4 km auf bester Strasse ohne Verkehr selbst fahren.
Bevor wir Euch die Bilder zeigen: Der 15.Jaenner ist ein besonderer Tag - hat ja Walters Mama ihren 70.-er. Alles Liebe aus dem Netz nicht nur von Barbara und Walter - nein auch die Kids und Jugendlichen von Neri haben fleissig mit geholfen das Plakat zu schreiben. Freier schoen liebe Mama und lass es dir die kommenden 70 Jahre auch gut gehen. Beste Gesundheit und bis zum Sommer wenn wir wieder in Oesterreich sind dann feiern wir zusammen und holen das alles nach.
WEIHNACHTEN, SILVESTER
HAMPI UND BESUCH VON IRIS UND RICHARD
BADAMI, GOL GUMBAZ UND AJANTA CAVES
FREUNDE AM WEG
LANDWIRTSCHAFT
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Hi Barbara, tolle Geschichten und Bilder von Indien… Ich wünsch Dir und Deinem Freund, etwas verspätet, auch alles Gute für das neue Jahr und dass ihr noch viel in Indien erleben werdet. Liebe Grüsse aus dem kalten Hietzing, Georg.
georg Am 15. Januar 2009 um 18:23 Uhrviele bussis
anna Am 24. Januar 2009 um 16:04 Uhr