Fahren am Meer
- Geschrieben von Barbara & Walter
- Oktober 29, 2008
- Land: India
- Kommentare: 3 Kommentare
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… nach mehr als 2.000 km in einem Monat haben wir den arabischen Ozean erreicht. Dschungel und Fischerdoerfer praegen jetzt unser Alltagsbild. Die ersten tausend Kilometer radeln wir auf der Autobahn: dreckig laut und heiss. Heiss ist’s geblieben - bis 45 Grad.
Oft setzen wir mit der Faehre ueber Fluesse, weil die Kuestenstrasse noch nicht fertig ist. Fuer alle die goegrafisch interessiert sind, wir radeln zwischen Mumbai und Goa. Das Stueck koennen wir nur empfehlen, super schoene Buchten und wenig Verkehr. Auch fuer einen vierwoechigen Radurlaub geeignet.
Von technischer Seite koennen wir unseren ersten Patschen vermelden: 11.460 km nach der Abfahrt von Wien bohrt sich ein 2 cm langer Nagel in den Hinterreifen. Das haelt sogar der Schwalbe Marathon nicht aus… Der Reifen ist schon eine Glatze und wird getauscht - fuer was fahren wir seit ewig einen Faltmarathon mit. Der neue Besitzer ist gluecklich und laesst den Reifen laufen.
Wir schlagen uns mit Schildern herum die wir nicht lesen koennen. So fragen wir viel und oft, was auch nicht immer Klarheit bringt. Am besten waren die brandneuen Wegweiser -solche in unserer Schrift - auf neuer Strasse, die uns an einen Fluss gefuehrt haben, weit vor der Stadt (30km) mit einer halbfertigen Bruecke (da duerften wohl die Schildermaler schneller als die Brueckenbauer sein….) Zum Rueberspringen zu weit, organisieren die Arbeiter fuer uns ein Boot, welches uns ans andere Ufer bringt.
Hier geht sie weiter die Strasse, jedoch ein wenig elend, dafuer kein Verkehr. Kuestenstrasse hoert sich so flach an - ist es aber nicht so, wir hatten schon Tage mit mehr als 1000 Hoehenmetern und Rampen bis 18%…
Entschaedigt fuer die Anstrengung werden wir durch Landschaften, unbeschreibliche Farben und Formen, Palmenalleen, Buchten mit Sandstraenden und jede Menge Tiere.
Wir moechten dich nicht mit endlosen Namen der Tierwelt quaelen, es sind zu viele. Auch die Menschen sorgen immer wieder mit ihren Anfeuerungsrufen, Daumen nach oben, und Teeeinladungen fuer ein Hochgefuehl. wir sehen Frauen, die mit Wassergeafaessen am Kopf und unter den Armen im Sari ihr Wasser nach Hause bringen und Maenner, die unterm Baum weilen und sich sicher wahnsinnig interessante Dinge zu erzaehlen haben. Die Schulkids, Maedl in hellblauen Uniformen mit roten Mascherln in den schwarzen Zoepfen und die Buben in rotkarierten Hemden sind besonders an uns interessiert. Sie ueben ihr Englisch, moderner Touristendialog siehe letzter Beitrag. “How are you?, To which country belong?…
коли под наемSONNENAUF- UND -UNTERGAENGE
Durch unseren Tagerythmus: 5:00 aufstehen bis 21:00 bettgehen erleben wir den Sonnenaufgang schon an Rad ca. 6:30 und den Untergang schon am Tagesziel 18:45. Hier ein paar ausgewaehlte Fotos. Wenn wir in Wien sind, werden wir einen Abend zu diesem Thema machen - da wird Sitzfleisch und Durchhalte vermoegen gebraucht werden.
JAUSE
Gegeignet als Jausenplatz ist nur einer mit ausreichend Schatten. Da gibts kein wenn und aber. Essenstechnisch hat sich die Paratha verabschiedet. Der gefuellte Getreidefladen hat uns die letzten 7 Monate in Indien begleitet. Dafuer gibts wada und pav, ersteres ist ein Erdaepfelteig fritiert und zweiteres sind Semmerl.
Die Suessigkeiten sind auch im Sueden ein Hit; heissen Khata oder Sheera oder sind irgendwie unaussprechlich. Was schade ist, dass wir die Mangos nur in konservierter Form geniesen koennen, Mangozeit ist im Fruehjahr, hier wuerden die beruehmten Alfanso Mangos wachsen. Mangobaeume sehen wir genug. Eine neue Frucht durften wir kosten, schaut aus wie eine Handgranate und schmeckt wie Litschi/Kakimischung.
Tee trinkt Mensch hier aus der Untertasse - wird er auch siedend heiss serviert und bei den InderInnen muss das Essen schnell gehen. Ratz fatz und sie sind fertig.
Zelten ist ein heisse Angelegenheit, denn abends stirbt die schwache Brise und es ist warm, im Zelt fast schon eine Sauna.
FAEHREN - BOOTE - FISCHER
Da die Strassen oft Fluesse queren und das nicht per Bruecke, muessen wir aufs Boot steigen. Macht Spass doch das Verladen ist immer wieder eine Anstrengung und Aufregung.
Meist sind es kleine Booterl. Einmal hatten wir aber auch ein echte Autofaehre die ‘Sonja’. - Sonst muessen die Autos immer zurueck zur Hauptstrasse um die Fluesse zu ueberqueren. Aber man ist fleissig am Brueckenbauen um die Kuestenstrasse auch durchgaengig fuer Nichtradfahrer zu erschliessen. Boottrip auch zu den vielen Festungsanlagen hier entlang der Kueste. Mehr dazu spaeter.
DIWALI
Hinduweihnacht und Neujahr. Das wichtigste Fest fuer die Hindus wird mindestens 3 Tage gefeiert. “driving home for diwali” der song hat seine Berechtigung - in Indien sind die Transportkapazitaeten zu diesen Feiertagen voll ausgelastet. Wir sind froh unsere Raeder zu haben. Ein kleines Dorf im Dschungel laedt uns ein die Diwali-Suessigkeiten zu kosten. 3 Familien bringen uns Teller davon zum Tee. Als wir fahren packen sie uns noch ein Jausensackerl. Die Haeuser sind geschmueckt, Lampions, Kerzen, Oellichter, Feuer, kurz alles was Licht gibt. Strassenmalereien, Sandbilder und ganze Anlagen wie Weihnachtsgrippen schmuecken die Gassen und Plaetze. “Happy Diwali” wuenschen wir allen.
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Hi Barbara!!
ganz liebe Grüße aus dem sonnigen und windigen Wien. Elena wird nächste Woche 3!! jahre alt und wir sind schon mitten in den Vorbereitungen der Festivitäten
Ansonsten tut sich nicht viel bei uns. Juan wie immer einmal pro Monat in Spanien, ich im BMVIT und Elena hält uns auf Trab und jung!! :-))
Bussis aus Wien
Bettina
3 jahre!!!!! das ist ja ein wahnsinn - und wir kriegen ueberhaupt nichts mit! hoffe du machst auch genug fotos! sind wir jetzt tatsaechlich schon soweit, dass wir staendig sagen “die zeit vergeht……..” na, wir werden da einiges zum aufholen haben, wenn wir dann wieder zuhause sind.
bettina Am 30. Oktober 2008 um 13:36 Uhrbusserl barbara
Hallo ihr zwei Radlerfreunde! Wir haben uns kurz auf dem Trekking zwischen PAdum und darcha getroffen. Ihr wart Richtung Darcha unterwegs, ich in die andere Richtung. Ich moechte euch beiden einfach eine tolle und gute Weiterreise wuenschen! Ich meinerseits bin nach Karachi in Pakistan gefahren, von dort nach Istanbul geflogen und ueber Griechenland bin ich nun hier in Italien unterwegs. Heute war ein ganz spezieller Tag, hatte ich doch das erste mal Regen seit Srinigar in Indien! Also, ihr zwei, macht das beste aus der Hitze, trinkt ordentlich und laesst es rollen. Seit herzlich gegruesst!
Hans
hallo hans,
the smiling hans Am 31. Oktober 2008 um 16:40 Uhrna, du warst ja ziemlich schnell unterwegs!!!!! das mit paki visum hat ganz einfach geklappt? werden gleich auf deinen blog springen um das nachzulesen. ja, wir hatten ja auch den mega regen in manali - aber seitdem ist es auch trocken. zwei schweizer radfreundinnen sind uebrigens wahrend dieser schweren regen bzw schneefaelle am weg von leh nach manali gewesen. berichte von dem abenteuer auf: http://grimpeuses.ch/zwei-frauen-auf-dem-velo-durch-den-himalaya/function.is-dir
liebe gruesse mittlerweile aus goa
waba
Happy Diwali
zafer Am 1. November 2008 um 00:53 Uhr