Besuch aus der Heimat

Die grosse Stadt hat uns!!! Die Souks sind groesser, die Moscheen ebenso und Menschen wohnen hier auch viele, 5 Millionen: Damaskus. Die 25 km mit dem Bus zum Flughafen werden eine Geschichte, wir nennen sowas Abenteuer: Anna und Sandro wollen abgeholt werden. Die beiden kommen erst spaetabends am Flughafen an…. (so endet diese Geschichte nicht, sondern wird am Ende des Berichts fuer alle Interessierten fortgesetzt!)


Wir sind jetzt zu viert. Da kann uns der Chef von hier schon einiges an-vertrauen entgegen bringen. Dass jedoch ganz Syrien an uns glaubt - haetten wir nicht gedacht. Schukran und Welcome. Er uns unmissverstaendlich einladend - packen wirs an! Der Besuch des Souks wird gleich zur Herausforderung, denn es warten auf uns neben allerlei touristischem Tand, die kulinarischen Leckereien von kleinen Pizzas mit Granatapfelsrup (sauerkoestlich) bis zum Eis, fast so ein Andrang wie am Schwedenplatz, leider nicht ganz so gut, bis zu den warmen Kaeskuchendingen, MarzipanPistatzientoertchen, Nusserln, und und und.

Zur Erholung und geistigen Erbauung eine Wanderung durch die Omayaden Moschee - Anna und Barbara muessen sich als Zwergerl verkleiden - das hoehere Wesen das weltweit verehrt wird, hat ein Einsehen und laesst es kalt sein. Damit haben die Maentel auch einen Sinn. Nachdem angehende und ausgebildete Ethnologen unter uns sind - ist der Zauberstand in den Souks ein Muss. Auf Fragen koennten wir nicht nur Zaehne von einem Krokodil haben auch Mumienstaub und den ersten Morgenurin einer Teufelskroete….

Wir hatten dann ein kleines Programm - 1000 km in fuenf Tagen: Palmyra, Meer in Tartus, die ersten Kirchen und Kloester in Maalula und und und - nicht zu vergessen den “Hoellenschlund” Hammam Al Rabah. Nachdem wir normalerweise fuer diese Distanz mit Sightseeing dazwischen ein Monat brauchen und ohnehin nur 2 Fahrrader haben, mieten wir uns ein Auto und duesen los. Budget bietet es uns fuer 25,- Euro am Tag. Schon guenstig und der Sprit hier sehr billig, Super 0,48 Euro.


Palmyra, die Ruinenstadt ein Hit, machen alle Touri-stationen - leider haut das mit dem Sonnenuntergang nicht so hin - es regnet. In der Wueste ist Regen auch ein Erlebnis. Futtern abends im ersten Haus am Platz, Zenobia Restaurant im Cham Palast, mitten in den beleuchteten Ruinen. Ein Geburtstagsessen fuer Barbara, gestiftet von Michi. Wir lassen uns gutes Essen auftragen und sind gestaerkt fuer mehr alte Steine, Lesungen aus den schlauen Buechern……..

wer sich gern mehr einlesen will auf wiki gibts wirklich Gutes. Leider klauen sie uns 300,- Euro im Hotel. Die machen das aber so unauffaellig, dass wir erst Tage spaeter in Damaskus den ganzen Schaden bemerken. Es ist sicher, dass es im Tower Hotel in Palmyra war - ganz ganz boeser Ort. Die Kretze ist das wenigste was wir ihnen wuenschen. Abends begeben wir uns zum, mitten in der Wueste auf einer Anhoehe gelegenen, Hamam al Rabah. Eine Heissquelle, oder auch Hoellenschlund, die/der schon die Zenobia schoen gemacht hat. Fuer die Haut ist es gut hier zu kuren.

Um ans Meer zu kommen fahren wir wieder bei Krak de Chevalier vorbei und erinnern uns bei der Auffahrt daran, wie wir uns hier diese Steigungen raufgeplagt haben…… In Tartus gefaellt uns besonders dass die Zitadelle hier noch immer als Wohnraum dient.

Unzaehlige kleine Wohnungen wurden in die Festung hineingebaut - dass es dafuer bei uns Genehmigungen von der Baubehoerde gegeben haette, wagen wir stark zu bezweifeln. Schaut jetzt halt ein wenig wie ein Fleckerlteppich aus. Wenn der Plastikmuell auch so recycled wuerde, haetten die hier nicht so ein Dreckproblem….. Das Meer hat uns nach langer Zeit wieder - leider wieder etwas zu kalt zum Schwimmen, aber der Sonnenuntergang bei dieser Wolkenstimmung ist ein Hit.

Und wir koennen es kaum glauben, es bleibt auch noch genuegend Zeit um die christlichen Staetten in den Bergen zu besuchen. Erfahren, dass in Maalula wieder einmal die erste Kirche steht und fragen uns wieviele von den ersten wir wohl auf unsere Reise noch finden werden. Maria fuehrt hoechspersoenlich durch die heilige Staette und betet fuer uns in aramaeischer Sprache, in der auch Christus mit uns gebetet haette. Mit Mariapostkarten und Messwein beladen, landen wir dann wieder in unsere alten Herberge in Damaskus. Treffen per Zufall auch gleich wieder unsere Tandemfreunde um den Wein gemeinsam zu trinken. Da stellt sich auch heraus, dass uns die Chisten nicht ganz reinen Wein eingschenkt haben: Dort im Kloster hatten wir einen reschen Roten gekostet - eingekauft haben wir leider einen Suessen…. so ist es eben wenn sie Wasser predigen und von Wein keine Ahnung haben. Anna und Sandro bleiben noch 2 Tage um Ihre Einkaeufe zu erledigen und dazwischen bleibt natuerlich keine Sehenswuerdigkeit dieser Stadt unentdeckt……

Nachdem auch unser deutschen Freunde nach Jordanien weiter wollen, laden sie uns zu Leipziger Kartoffelsuppe mit Bier, bevor wir alle verabschieden und wieder alleine zurueckbleiben. - He Anna und Sandro, war wirklich eine super tolle Zeit mit Euch!


Und auf unser naechstes Treffen mit Ronny und Solvy, wo auch immer in dieser Welt, freuen wir uns auch schon!!!! Wir hoffen noch immer, dass Ihr Euer Tandem ohne Verletzungen auch wieder vom Kasten heruntergebracht habt…..

Bevor dieser endlos scheinende Eintrag weitergeht zwischendurch ein erstes Fotoalbum….

Ein indisches Visum bekommen wir fuer ein Jahr. Wow! Beschliessen waehrend der Wartezeit auf selbiges, eine kleine Runde in den Sueden zu fahren. Da gibts natuerlich auch wieder einiges an antiken Staetten zu besuchen. Kwanawat am Drusenberg gefaellt uns mit den Haeusern, die die alten Steine einbeziehen, die schon vor mehr als 2000 Jahren hier angeschleppt und genuetzt wuerden.

In Damaskus haben wir bereits den in Deutschland aufgewachsenen Syrer Tarek kennengelernt, der uns wieder einmal bei seiner Familie aufnimmt. Auch wieder was besonderes - vor allem fuer Walter, gibt es doch eine Sauna, die genuetzt werden kann. Haben den Abend vorm offenen Kamin sehr genossen und das Essen war wieder leckschmeck.

Bosra bietet uns ein nettes Theater, aber die Stimmung im Ort ist wie in Palmyra ein wenig touristisch verseucht. Haendler die uns umschwirren und alles zu Touristenpreisen feilbieten.

Treffen Anne-Marie aus Fankreich die sich einen Fussmarsch von Canterberry bis Jerusalem vorgenommen hat. Sie zieht einen Trolley hinterher und hat eine klare Mission. Hatten schon von einem Englischlehrer in Hessie vor einem Monat von ihr gehoert… Schoen sie getroffen zu haben und viel Glueck auf deiner Pilgerreise Anne! Es gibt also noch verruecktere Menschen als wir - das laesst uns noch Hoffnung und Spielraum fuer weitere Experimente…

Im Moment geniesen wir Damaskus, haben einen Damaszener als Reiseleiter, der uns zu den besten Suesslis und Pizzas fuehrt und fuer uns Couscous kocht, lernen ueber das Ablagesystem in der Bibliothek, finden Raeder die einen kleinen Motor haben, bringen unsere Ausruestung auf Stand, machen Radausfluege und freuen uns auf Indien.

Fuer alle, die nach diesen Fotos noch Lust haben weiterzulesen, geht anschliessend die zu Beginn versprochenen Flughafen-Bus-Geschichte weiter.

Fortsetzung der Flughafen-Bus-Geschichte:

Mit unserem syrischen Freund Yakoup suchen wir bereits nachmittags die Abfahrtstelle. Wir haben einen Stadtplan mit einem Kreuz von der TouriInfo, wo der Bus abfahren soll. So ausgeruestet fragen wir zur Sicherheit ein paar Menschen fuer die grobe Orientierung. Eigentlich alles bestens. Doch dort, wo es sein soll, da faehrt kein Bus. Niemand weiss wo. Es gibt einen stillgelegten Busbahnhof, wo der Bewachende bewaffnete meint, ‘hier faehrt schon lang nix mehr’. Landen schliesslich auf einer Kreuzung wo drei Menschen schwoeren, sie haetten schon den Flughafenbus fahren sehen… Na, Barbara und ich haben ja noch Zeit mussen erst um 21:30 am Flughafen sein. Beginnen schon frueh das Hostel zu verlassen 19:00 auf zur Kreuzung. Warten und fragen. Im Finstern schaut die Welt schon anders aus. Niemand kann sich eines Flughafenbusses erinnern, obwohl er alle Stunden faehrt, bis Mitternacht. Wir tun uns hart mit arabisch und anderes koennen sie hier nicht verstehen. Fragen einen grossen staedtischen Bus, der ist leer und sein Fahrer bedeutet uns Einsteigen. Wir finden das schon - hier ist es auf keinen Fall. Unser Fahrer schliesst die Tuer und presst los, Haltestellen gibts keine mehr, auf die Stadtautobahn Richtung Suedenwesten - verkehrte Richtung. Wollen das diskutieren doch der Fahrer meint alles bestens - sind gleich da. Wirklich wir kommen an am Busbahnhof nach Jordanien. Hier fahren auch Flughafenbusse. Steigen aus unser Fahrer fragt viele Menschen. Das Ergebnis, der letzte Bus ist um 20:00 gefahren. Das meinen, so schaetze ich, mehr als 80% der Befragten. Einsteigen. Unser Fahrer bringt uns, wir wissen nicht so genau wohin. Vielleicht sogar zum Flughafen. Zwischendurch bezahlen wir mal die Kosten fuer diesen Sonderbusservice, Euro 1,50. Wieder auf der Stadtautobahn retour zum Ausgangspunkt. Sehen vom Bus aus eine kurze Kontroverse Busfahrer - Chef - und hier scheint der entscheidende Hinweis gekommen zu sein. Unser Busfahrer faehrt jetzt zielgerichtet als scheint er zu wissen wo sich die Abfahrtstelle des Flughafenbusses befindet. Wir glauben es fast nicht als wir aussteigen am aufgelassenen Busbahnhof - einen Steinwurf von unsere Kreuzung entfernt - alles finster und kein Mensch. Doch wir werden zum Fahrkartenschalter geleitet. In einer Abbruchbude hinter Plastik, da sitzt ein junger Typ und zuechtet kleine Hendln, die quicken und scharen sich um eine Heizplatte, weil kalt. Unser Busfahrer verabschiedet sich schnell, laeuft zu seinem Bus, der hoffentlich noch immer mit laufendem Motor mitten auf der Strasse steht. Danke du bamherziger Lenker eines staedtischen Busses und ebenfalls Dank an die Stadtgemeinde Damaskus. Das Ticket in der Tasche, den Pipihenderl einen Gruss sendend, streben wir dem einfahrenden Bus zu. Ein neuer Busfahrer entsteigt mit der Frage, ob wir denn zum Flughafen wollen? Dies bejahend und einsteigenwollend - haelt er uns mit der lapidaren Antwort, Nein, dieser Bus ist kapput. Nicht einsteigen, er besorgt einen Ersatzbus. Es ist kurz vor 21:00 - eine halbe Stunde dauert die Anreise zum Flughafen. Ein Plan B muss her. Taxi. Doch noch haben wir 10 Minuten. kurz: Die haben gereicht. Ein Bus ist gekommen und wir sind rechtzeitig am Airport gewesen. Haben unsere Lieben abgeholt und sind anstandslos mit dem gleichen Bus wieder in die Stadt. Damaskus. Das kann einem passiern, weil alle sind wir ja fast ueberall Fremde und kennen uns daher nicht (so gut) aus.

 

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6 Kommentare zu “Besuch aus der Heimat”

     
  1. und sandro und mir wurden dann als erstes auch die süßen küken vorgeführt, die der typ am kartenschalter gezüchtet hat….waren gleich überwältigt von der stadt und natürlich auch unsre lieben zu sehen! uns hats auch super gut gefallen.
    walli unser prof! sandro der oberschlaue schleimerstudent und barbara und ich natürlich aufmüpfig:))
    super, dass ihrs noch nett hattet!(endlich wieder im zelt geschlafen, ein bissi ruhe)
    leider haben wir uns jetz nimma gehört, aber der film von gabi und mari war dafür echt super. hab ihn auch gleich als geburtstagsgeschenk bekommen!!!! das freut natürlich. da könnt ihr ihn dann auch sehen wenn ihr (hoffentlich bald) wieder kommt.
    gaaaaanz viele bussi und meldet euch aus indien!!!! bussi nochmal

    hallo anna,

    warten gerade an flugi in doha auf unseren weiterflug - alles bestens hoffen auf ganze raeder sonst gibts haue/beule… meine bin ich los unter dem pflaster war eine warze und die ist jetzt weg. schoen wenn der bericht gefaellt - danke fuer die ergaenzungen. bussi wa ba

      anna

  2.  
  3. aja, papa bekommst du eigenlich meine mails?
    bussi

    ja, krieg deine mails aber immer im spam komisch aber gmx ist auch nicht alles. auf indien.

      anna

  4.  
  5. ja auch von mir ein herzlichstes dankeschön an euch beiden, dass ihr euch soviel zeit für uns genommen habt und mit uns ein bisschen speedsightseeing betrieben habt. eines habt ihr allerdings in eurem bericht vergessen:
    wir vier, waren nicht nur faul mit dem auto unterwegs, wir waren auch extremethekling. eingeführt wurde diese sportart von der heiligen thekla, damals natürlich noch nicht heilig und deshalb auch noch nicht extreme aber sicher auch sehr anspruchsvoll.
    wuensch euch auf jeden fall alles liebe und schick euch küsse und grüße,
    euer oberschlauer schleimerstudent (anna ist ja nur ein bisschen neidisch ;))

    musss mich beeilen denn der pc schaltet nach 10 min ab - thekeln wird noch ganz gross! und wir werdens dazu machen busserl waba

      Sandri

  6.  
  7. 2. Fotosequenz das Muellfoto 14/23 - hier sehen wir walli der auf die trennung hinweist - die realitaet sieht anders aus: es wird aufgekehrt zB aber nur vorm eigenen Geschaeft alles zum Nachbarn, die grossen Teile ueber die Buesche in die Wiese. Die Kontainer sind fast leer. Wir haben sie ein wenig gefuettert, siehe linke Box. Danke

      wabarad

  8.  
  9. Lieber Walter und Barbara!
    Bin jetzt wieder von 4 Tagen vom Sellrain (Praxmar) wieder zurück. 2 Tage waren strahl mit 25cm Pulver am letzten Tag, sonst so durchwachsen dass nichts ganz hinauf ging. Nur unser Ausflug zur Westfalenhütte war ein Reinfall, weil endloser Talhatscher dann irr steiler enger Aufstieg mit dauernden Spitzkehren und durch ein Hochtal zurück. Kein skifahrerisches Erlebnis, weil meist nur ein Hatscher war. Hatte Muskelkater vom vielen hatschen. Aber von Praxmar hinauf wunderbar.
    Gerade sind auch die Ergebnisse der NÖ-Wahl gekommen. Pröll hat noch zugelegt (0,6%), die SPÖ hat 7% verloren, die Blauen 6.4 % + und die Grünen haben leicht verloren (0,3%). Da haben die Rauchfangkehrer wieder viel zu tun.
    Wisst ihr schon, wie es mit euch in Indien weitergeht? Sind schon auf den ersten Bericht neugierig.
    Bussi Mama und Papa

    liebe eltern,
    hier schoen warm - alles oki. morgen in der frueh 6:00 werden wir Delhi verlassen und uns richtung Corbett Nat. Park aufmachen und vielleicht dort einen Tiger sehen. Die Hoffnung ist nicht gross. Weiter gehts zur Ganges-Quelle Gangotri, dort oben soll es noch schnee haben - laut Touri-Info. Sonst haben wir uns ein handy fuer notfaelle gecheckt, die nummer hab ich euch als e-mail geschickt. Da koennt ihr uns auch in Notfaellen erreichen. Taet uns freuen, wenn ihr im Herbst kommt. Wenn unsere grobplanung stimmt, werden wir so im September aus den bergen in den Sueden fahren. aber da ist noch zeit hin. und wir werden uns noch oefter hoeren.
    viele bussi walter und barbara

      walter und Elfi

  10.  
  11. hallo,
    wollt mal nachfragen wie es euch so geht und außerdem,mach ich gerade eine lehrveranstaltung wo ich auch so einen weblog erstellen muss, und da wollt ich fragen ob es eh ok für euch ist wenn ich einen link eurer seite auf meine platziere.
    ansonsten schick ich euch liebe grüße und bussi, lasst mal wieder was von euch hören

    hallo sandro,
    hier alles gut - wir basteln gerade am neuen bericht. klar, verlink dich mit uns, damit wir weitere besucherInnen begruessen koennen. bussi waba

      Sandri

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