Olympos u.a.


Die  Sonne kann auch in Fethiye scheinen… und das nicht nur uns sondern auch für Kollegİnnen. Bei der Abfahrt treffen uns Solvi und Ronny auf ihrem Tandem. Da wir alle vier nicht so viele Radlerİnnen auf unseren Wegen getroffen haben, ist der kommende Radtag ein gemeinsamer. Die Route besprochen und schon strammpeln wir Richtung Kas. Die Schneeberge grüssen nicht aus der Ferne sondern ganz nah. Walter, kann mal ein

Tandem in Aktion sehen - er traeumt ja schon lange von diesem Gefaehrt als Fortbewegungsmittel für die Reise. Am ersten Berg kommt die erste Erkenntnis, dass wir auf unseren Soloraedern viel schneller sind… das aendert sich bei der Abfahrt.

Gesamt warten Barbara und Walter aufs Tandem…. wir finden einen super Campingplatz im Wald, kochen gemeinsam trinken Bier, quatschen und so sind wir erst um 22:00 im Zelt. Ein sternenklarer frischer Abend mit Sternschnuppen die unsere letzten Wuensche erfuellen sollen. Für Lagerfeuer sind wir dann doch zu müde und so reicht uns eine Stirnlampe.

Die Küstenstrasse entlang, vorbei an kleinen Haefen, leeren Buchten und immer auf und ab. Ein Mittagessen in Kas(ch)  - und zum Dessert ein Anstieg von Null auf 670 m. Da verlieren wir das Duo. Als die Nacht hereinbricht und die Wolken sich verdichten finden wir Aufnahme bei Güllay und ihrer Familie im Restaurant Cesme. Ronni und Solvi kommen nicht obwohl wir Ausschau halten. Der Regen setzt ein und da ist ein festes Dach ein Segen. Wir sind ins Haus eingeladen.

Das bedeutet auch Arbeit. Walter als Lehrer bastelt mit der Familie ein Sonnensystem für die Schule. Dafür gibt es aber auch Tee und Früchte aus dem Garten. Die Tochter haette gern mehr. Aber es lassen sich nicht alle Planeten auf einen Draht fixieren, sodass sie um die Sonne laufen… Als sich am kommenden Tag der Regen in Schütten Gewitter und Hagel verwandelt, bleiben wir noch einen Tag. Barbara macht quatschend, Tee trinkend und Zuckerl essend die Runde zwischen Eltern und Bruder und Walter bastelt wieder - dieses mal ein wenig an den Raedern herum und flickt auch den Platten am Moped des Schwagers, als Lehrer hat man so seine Verpflichtungen.

Am naechsten Tag wieder strahlender Sonnenschein und wir fahren dann doch weiter, endlich wieder einmal Rückenwind. Tomatenplantagen in Folienhaeusern versiegeln auf weite Strecken den Boden. Nikolaus ist nicht zu Haus. So viel wir auch laeuten in Myra, sein Haus bleibt verschlossen. Die Nüsse hat er im Sack, Orangen und Mandarinen sind noch zur Genüge da.

Wir finden unsere deutschen Freunde wieder, wie kann es anders sein - bei der Steigung rauf nach Olympos. Runter zum Meer fahren wir schon wieder zu viert. Bei Sheriff im Orangenhain finden wir dann ein bzw. zwei Zimmerl (Bungalow). Die Sonne wechselt sich hier mit Regen ab - bei ersterm ist es so warm, dass schwimmen wieder angesagt ist.

Ausser Walter kann sich aber niemand durchringen. 18 Grad ist aber nicht kalt.  Der Gepaecktraeger wechselt vom Tandem zu Barbaras Rad. Walters Rad kriegt den Blumendraht als Sicherung füer das Ritzlpacket.

Somit leider nichts geworden mit dem Adventkranz, wie uns Ute geraten hatte. Vorher basteln wir aber noch eine Kettenpeitsche zum Abziehen der Ritzel, die es in sich hat: alte Kette vom Tandem, ein Lautsprecherhalter und angeschweisst wird ein Vierkanntmetal zur Verstaerkung. So kriegen wir das alles runter. Ronny hat einen Fahrradladen und Werkstatt, so ist er der Fachmann für solche Dinge…

Die 4 Tage bei Sheriff sind eine Orangenschlacht - frisch vom Baum sind sie am besten. Unter 2 Kilo pro Person am Tag geht da gar nichts…….


Geben Solvi und Ronni einen Tag Vorsprung auf dem Weg nach Antalya. Wir wandern ein wenig - die Schwammerlsuche muss vertagt werden - zu starker Regen. Beim Tee treffen wir auf eine Ex-Badnerin, die gerade mit ihrem türkischen Mann nach Olympos auswandert. Sie warten gerade auf ihre Möbel und wollen sich dann einen Traum erfüllen und ein 100-Wasserhaus bauen. Wir wünschen viel Glück.

Der Weg nach Antalya beginnt  mit einem Anstieg, immer flott der Küste entlang, damit wir dem Regen entwischen. Fahren hier auch durch unsere ersten zwei Tunnel. Aufregend, weil finster und eng. “Guat is gangen, nix is gscheng”.  Als wir ankommen finden wir ein Zimmer und schon regnet es. Hier sichten wir unseren 1. Christbaum und Weihnachtsmann (für dich sicher nicht so was aussergewöhnliches). Heute werden dann neue Bremsbelaege gekauft. Leider nur schlechte Qualitaet, aber immer noch besser als diese Shimanodinger, die wir in İstambul montiert haben (viel zu hart, wenig Bremsflaeche und fuer die Felgen auch eine Plage). Spazieren nach langer Suche nach diesen Dingern durch die Stadt und zum Hafen, wo wir auf viele “habe Ledergeschaeft - nur gucken nichts kaufen” treffen.

Morgen geht es weiter nach Aspendos und Side. Treffen Solvi und Ronny wieder (hoffentlich - sonst bitte die coolstop Bremsen mitbringen, danke).

 

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3 Kommentare zu “Olympos u.a.”

     
  1. viele schöne boote für walli!
    18 grad wär mir auch zu kalt zum schwimmen! :) aber mutig papa!
    barbara du solltest dir ein heimliches schoko-depot anlegen! damit der walli dir nicht alles wegfuttert.
    ich hab gestern meine erste prüfung in biologie (hoffenlich bestanden) gemacht..das war vielleicht viel zum lernen und streng, nicht so wie bei ethnologie…
    der liebe opa is grad da und plagt sich ein bissi im bad, aber es wird ur schön. wenns fertig is schick ich ein foto.

    gaaanz viele bussi und ma hört sich hoffentlich auch wieder mal, hab mich sehr über den anruf gefreut
    bussi nochmal

      anna

  2.  
  3. Hallo ihr Beiden! Stellt Euch vor, uns haben sie wirklich ins 5-Sterneluxusriesenresort “Asteria Sorgun” hineingelassen, nachdem wir das richtige gefunden hatten… (Badewanne und heisses Wasser aus der Wand - mit Nachdruck) Wir riechen sogar schon wieder wie richtige Menschen!
    KoolStop? Wird gemacht.
    Bis bald und noch eine wunderschoene Zeit!
    Mit Gruss und Kuss

      reisende

  4.  
  5. Hallo Barbara,
    freut mich, dass es Euch gut geht, von den Türken gut aufgenommen werdet und ihr Eurem Ziel immer näher rückt… Wünsch Euch auch frohe Weihnachten, wenn gleich es für Euch heuer ein wenig anders sein wird, und alles Gute weiter bei Eurer Fahrt im Jahr 2008! Alles Gute, Georg.

      georg

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