Entlang des Schwarzen Meeres
- Geschrieben von Barbara & Walter
- November 10, 2007
- Land: Türkei Bulgarien Rumaenien
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Constanza verlassen wir nach einigen radfreien Tagen. Wir haben die Regentage fuer Museums- und Kaffeehausbesuche genuetzt und gegen die Sturmboen gekaempft, die durch die Strassen fegten…… Diese drückten uns gluecklicherweise ohne Regen auch Richtung Bulgarien. Am Stadtrand wird wieder vollgetankt - für uns sind das 3/4 Liter Super. Zum Kochen versteht sich.
Vama Veche das letzte Dorf Rumaeniens hat mehr Hunde als Bewohnerİnnen. Laut Reiseführer ein blühendes Strandleben mit der kleinsten Bücherrei Rumaeniens - die ist aber so klein dass wir sie nicht finden können. Von Strandleben keine Spur - Badeschluss für 2007. Finden dann aber gluecklicherweise doch ein Zimmer bei Opi, dazu noch Fisch mit Sauce - sehr lecker.
Hunde werden unsere Begleiter, viele kommen mit zum Strandspaziergang zwei davon eskortieren uns am kommenden Morgen sogar über die Grenze nach Bulgarien und laufen noch 12 km mit uns.
Die Hauptstrasse gehoert uns hier noch alleine und obwohl wir in Rumaenien vor den ”Zapzarapps” in Bulgarien gewarnt wurden, laesst uns unser erster Eindruck von Land und Leute gleich beschliessen, dass wir hier wieder einmal fuer einen laengeren Aufenthalt zurueckzukommen.
Da waren diese wunderbaren Kalkfelsen, als wir die Kuestenstrasse nutzten und das nette beschauliche Touristenoertchen Balcik, dass uns mit dem guten Essen gleich einen zusaetzlichen Tag hielt. Hier gibt es ausgezeichneten Fisch und fuer Barbara, die ja noch immer Fleisch verweigert endlich eine einfach Bestellung (in Rumaenien: ah sie essen kein Fleisch - ich kann ihnen ein wunderbares Gemueseomlett mit Schinken anbieten…….. und warum das vegarische Frühstueck wo anders mit Würstel kommt wird ein unglöstes Raetsel bleiben, die Nahrung landet immer in Walter Magen, denn wie sagte mein Grossvater selig: lieber den Magern verrenken als dem Wirt was schenken!)
Aber auch hier ziehen wir schweren Herzens weiter (vielleicht auch weil die Ausfahrt aus dem Dorf gleich eine 12%ige Steigung bietet) und trinken unseren Mittagskaffee bei Sonne vorm Konferenzzentrum von Varna…… Die Anstiege haben es in Bulgarien in sich und mit den kurzen Tagen die wir nun schon haben, erreichen wir nicht immer das geplante Ziel. Anstrengend wird es aber erst richtig nachdem wir aus den Bergen wieder zurueckkommen und an der nun stark verbauten Gegend des Schwarzen Meeres kommen. LKWs mit Baumaterial und dicke Gelaendewagen (Immobilienspekulanten???) rasen an uns vorbei und wer in diesen Hotelburgen a la Costa Brava oder vielleicht noch schlimmer, wohnen soll/will, koennen wir uns nicht vorstellen. Gluecklicherweise ist das kleine Nesebar dann ein UNESCO Weltkulturerbe und wir finden doch ein nettes Oertchen fuer die Naechtigung.
Unsere letzte Nacht in Bulgarien verbringen wir dann im Krankenhaus - kein Sorge, nicht verletzt, das ist naemlich gleichzeitig das Hotel im Grenzort. Wir sind wieder in den Bergen und endlich auch wieder von diesen Hotelburgen befreit…… Praktisch war es, konnten wir doch mit den Raedern im Krankenbettlift gleich in den 5. Stock fahren und dort erst abpacken. Ja und so verlassen wir Rumaenien und schicken Euch noch ein paar Eindruecke der 5 Tage hier…..
Die Tuerkei mussten wir uns dann hart erkaempfen. Die letzten 10 Kilometer kraeftig bergauf, Regen und Nebel setzte ein und uns zu - aber nach dem Jauserl an der Grenze und mit dem Visum im Pass starten wir motiviert in unser naechstes Land…….
Gleich im ersten Dorf erkennen wir die ersten kleinen Unterschiede - Essen an Staenden, Teetrinkende diskutiernde Maenner, Leben und Bewegung in den Orten. - Und alles ist beflaggt. Autos, LKWs, Haueser….. - zuviel fuer einen normalen Tag. Stellt sich aber dann heraus, dass wir zum 84. Jahrestag der Tuerkei eingereist sind. Und mit unserem deutsch kommen wir hier besser weiter als im zweisprachigen Siebenbuergen…. Leutchen freundlich und hilfsbereit - sind ja wieder einmal die Gaeste die ueber die Berge kommen und nicht die ”Bergtuerken”. Ja, das Militaer ist sehr praesent. Gleich an unserem ersten Tag werden wir freundlichst und im besten Deutsch von der Militaerstreife um unsere Paesse gebeten, als nach einer Bergwertung Walter auf Barbara wartet und die Panzeruebungen neben uns stattfinden.
Wir durften aber weiter und trafen auch bald unseren ersten Radkollegen (eigentlich 2. denn am Vortag kamm uns ein Japaner entgegen) am Weg von Schweden nach Aegypten mit dem wir dann gemeinsam weiterradeln. Beschliessen gemeinsam an einem kleinen Fluesschen zu campen und verbringen einen netten quatschenden Abend……..
Ja und dann gibt es noch zu berichten über den ersten Platten. Aber nach mehr als 2.000 km hat sich das kleine rote Plastikstueckchen, dass sich bei Barbara im Radmantel befand doch durchgedrueckt. - Da hat uns wohl die kleine Emma ein Geschenk mitgegeben
Schwalbemarathon ist und bleibt pannenfrei!
Am naechsten Tag trennen wir uns am Weg von unserem neuen Freund weil wir beschliessen uns entlang des Bosporuses İstanbul zu naehern. Das ist ungefaehr so, wie wenn man am Flughafen in Wien ankommt, suedlich die Stadt umrundet ueber die Wienerberge und den Kahlenberg zur Donau faehrt um dann letztendlich donauabwaerts am Schwedenplatz (EIS!) einzufahren. Genauso bergig war es, aber als wir dann erschoepft und gluecklich am Bosporus ankamen, wussten wir, dass es die Muehe wert war!
Wir habern es geschafft und nach 2.492 Kilometern und xxtausendenden Hm haben wir in Taksim dann Aziz getroffen, der uns vor dem grossen Regen in seiner Wohnung aufgenommen hat und gemeinsam mit Ebru bei einem koestlichen Fischabendessen aufgepaeppelt hat.
Viel hat es in İstanbul geregnet, aber wir verbringen hier eine wunderbare Zeit. - klassisches Sightseeing, Ergaenzung unserer Ausruestung, Wartung der Raeder und das eine oder andere Bier und Konzert in Aziz´s Bar.
Die Stadt und das Wetter halten uns laenger, mit dem syrischen Visum in der Tasche gehts morgen weiter der Küste entlang…
…und hier noch ein paar bilderl von der tuerkei
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ja da frisst einen ja der neid. aber nach dem vielen anstrengenden fahradfahren habt ihr euch das ja redlichst verdient. bei uns schneit es heute zum ersten mal und auch die weihnachtsmärkte öffen langsam aber sicher ihre pforten für die glühweinsuchtigen (zu denen ich micht definitiv nicht zählen kann).
in diesem sinne wünsch ich euch noch einen schönen aufenthalt in istanbul und eine forhe weiterfahrt.
bussi sandro
Sandri Am 11. November 2007 um 12:43 Uhrhi sandri,
ja es geht voran! weihnachtsmaerkte und schnee sind uns erspart geblieben - wer weiss vielleicht kommen noch welche. morgen besuchen wir das trojanische pferd. als dann grusz und kusz walter und barbara
Alle Achtung, schon 2,500 km erradelt, net schlecht! Da kommt ihr uns ja vielleicht wirklich im Frühjahr nach Pakistan. Bis dahin ist hoffentlich der Ausnahmezustand vorbei und wieder mehr Demokratie hier angesagt! Wir haben aber Bewegungsfreiheit und feiern wie immer. Eure Reisebücher für Indien sind schon im Barbara-Gästezimmer aufgestellt! Der Nanga Parbat hat’s übrigens auch in sich, allerdings nicht radgeeignet!
Bis bald! Busserl Andrea
liebe andrea,
andrea Am 13. November 2007 um 12:12 Uhrja wir sind auch stolz auf uns! die richtung stimmt schon fast - ein kleıner abstecher nach syrien und der Iran ist ja nur eın steinwurf von euch getrennt. freuen uns auch schon - vor allem walter - weil er das barbara-zımmer noch nicht kennt.
der nanga p. war eigentlcich schon als erstbefahrung fix ım programm - vielleicht könnt ir schon mal nach kufen ausschauhalten. danke! bussi barbara und walter
Hallo ihr zwei!
Wenn ihr noch in Istanbul seids, richtets bitte dem Aziz schöne Grüße von uns aus. Hat er noch die Bar in der auch wir bei unserem Besuch waren?
Wir sind gerade aus Piestany (Slowakei)bei Schneetreiben zurückgekommen und ich gehe morgen wieder auf das Wieserhörndl. Schreib euch dann wie der Schnee war.
Weiterhin gute Wadeln zum Radeln und Bussi
Mam und Papa
walter und Elfi Am 13. November 2007 um 17:01 Uhrliebe eltern,
schön dass ihr wieder gut zuhaus seid - sind schon wieder auf axe, çanakkale vorgestern hatten wir es zıemlich kalt und einen wind der uns fast umgeblasen hat. 9 grad, das geht - schnee müssen wir noch nicht haben. Aziz haben wir gegrüsst die bar öfter besucht, alles liebe und bussi walter und barbara.
schööööööööööön!!! gut schauts aus!
aber arme barbara… bekommt nix gutes zum essen…aber ihr kocht euch ja eh auch selber
mir is kalt und ich muss gaaanz viel lernen. das bad wird ab morgen gerichten und unsere nachbarin spielt viel zu viel klavier! jammer jammer…aber sonst is alles bestens.
dickes bussi
liebe anna, keine sorge, barbara hat noch kein gewicht verloren. wir kochen gerne und viel und die vielen suessigkeiten die wir so in uns reinstopfen tragen ihres dazu bei. dickes bussi an euch daheim! waba
anna Am 15. November 2007 um 19:15 Uhrhi ihr beiden, bewundere euch aufrichtig.nicht nur für die sportliche leistung, sondern auch für die entscheidung. ich habs nicht mal geschafft meine lang geplante passau-budapest radtour zu machen. jetzt ist es leider zu spät und ich bin schon froh wenn mich meine hanna (kein pferd sondern eine vespa) über stock und stein durch NÖ, Bgl, Stm schleppt. euer illustriertes tagebuch ist spitze. kenne derartige tagebücher zwar nicht aus dem radsport sondern von bootsfahrten, aber euer pointierter stil nebst illustrationen bringt den absoluten überblick. alles alles gute.pauli
Hi Pauli!!! Super zu hoeren, dass du auf deiner hanna wieder durch die gegend braust - aber aufpassen bei eis und schnee…….. und uebrigens war die entscheidung gar nicht so schwer. da haben sich 2 getroffen die gar nicht soviel darueber nachdenken…… - und wir hatten ja nichts besseres vor
Pauli Am 17. November 2007 um 20:53 Uhrdir auch alles gute! waba
hey, ihr beiden, wo seid ihr jetzt überhaupt?
Hoffentlich habt ihr endliche mal die sonnigen wegen erreicht und eure raeder drehen sich schöenen meerküsten entlang und tropft nichts mehr überm kopf.
Hier in istanbul allerdings ist alles wieder schön geworden.
Viele grüsse, liebe und kraft von aziz und ebru
Hi Aziz! wir sind mittlerweile in Izmir gelandet. Dein Tıpp ”assos” war super!!! haben gleich ein paar Tage dort verbracht. Also, wenn Olimpos auch so toll ist, dann werden wir dort auch gleich bleiben……. 3 Monate Visum fuer die Tuerkei ist einfach zu wenig. - Wie schauts bei euch aus? kommt ihr uns mal besuchen? Olimpos??????
zafer Am 26. November 2007 um 13:53 UhrSchöne Grüße aus Florenz, wo wir die letzten Fotos mit Sofia und Brando angeschaut haben… einen Teil der Reise (bis ans Schwarze Meer) kennen wir ja schon! Bernd, Sofia, Brando
baumgartl@navreme.net Am 20. Dezember 2007 um 19:33 Uhr