Transylvanien, Siebenbuergen, Schwarzes Meer

Die letzten Tage waren kleinwenig durch Staedtebesuche gepraegt. Von Alba Julia ueber die Huegel nach Sibiu,

vorbei an den Weinbergen, an Blaj der Stadt wo 1848 40-tausend Leibeigene ihre formale Aufhebung derselben erreicht haben, durch malerische Landschaften mit kleineren und groesseren Kirchenburgen.

Ab und zu nerven die Schaeferhunde, weil die in uns eine Gefahr fuer ihre Schaefchen sehen. Aber dass die sich auch noch trauen in einem unbeobachteten Augenblick das Bein ueber unser Gepaeck zu heben, hat Barbara’s Hundeliebe schon ziemlich auf die Probe gestellt. Ebenso koennen die vielen besoffenen Nervensaegen sein, wenn sie anlassig werden, und nur weil wir einen Kaffee trinken ein Bier von uns spendiert haben wollen….

Aber andere zeigen uns dann wieder den richtigen Weg und die vielen Mensche, die uns in ihren Geschaeften bedienen, geben sich die groesste Muehe uns zu verstehen…… ja, die meisten Leute hier sind wahnsinnig freundlich, interessiert und hilfsbereit.


Am Land viel Subsistenzwirtschaft, die meisten sorgen schon vor fuer den Winter und machen Holz ohne Ende, die Kartoffelfelder werden nach der Maschinenernte mit der Hand nachgelesen. Transport mit Pferde- oder Ochsenkarren auch in der Ebene. Strassen teilweise zwar fuer Radfahrer und Fuhrwerke gesperrt, aber nachdem es manchmal keine Alternativen gibt, halten sich weder wir noch die Menschen mit ihren Fuhrwerken daran und am Abend werden dann auch noch die Schafe und Kuehe auf diesen Strassen nach Hause gefuehrt. Jesus liebt uns:


Die kleine Geschaefte “Magazin mixt” verkaufen meist nur Bier, Safteln, Schnaps, kleine Kabbersachen und Nudeln, ein paar Konserven… kein Obst oder Gemuese denn das haben die Leute selbst im Garten…. Anders in den Staedten hier sind viele denen es anscheind ganz gut geht, wenn wir von den Autos auf den Wohlstand schliessen wollen. Dicke BMW, Mercedes, VW Phaeton, und vor allem 4 x 4 in allen Varianten.

Wenn wir schon dabei sind, die Rumaenen haben ein Vorliebe fuers Orange. Die Haeuser sind gern in dieser Farbe und Frauen tragen es auch oft. Jetzt aber nicht, dass du glaubst es gibt hier eine Affinitaet zu den Bloesten Zumpferln Oesterreichs (vielmehr sagte ich: Zopferl, Zipferl, Zampferl,…) Nein die haben hier zweisprachige Ortstafeln auch wenn die dt. Minderheit nicht mehr feststellbar ist Sibiu/Hermannstadt.

Wir halt immer noch auf den Raedern und auch viel im Zelt. Letztens in den Bergen hatten wir es sogar richtig kalt. Wasser ist zu Eis geworden in den Flaschen, wir in den Schlafssaecken hatten es gemuetlich. Sind auch immer schon bald im Bett wenn’s so ein Wetter hat.


Der Schnee gruesst von den Bergen, ab 1000 Meter ist alles weiss. Aber dann entschaedigt uns der “Indian Summer” auf rumaenisch fuer frieren oder auch den einen Tag, den wir bei Regen campieren mussten. Aber unsere Plane schuetzt uns.


Das etwas eigenwillige Wetter hat uns zu einer schnellern Reise bewegt. Brasov sehr malerisches Staedtchen vor allem die Stollwerck-Fabrik ist/war hier angesiedelt. Die Fuzo steht Salzurg nicht nach, viele Touris. Aber dass die uns eine Ausstellung mit Pappnasen im weissen Turm als Museum verkaufen wollen aergert schon ein wenig. Dafuer entschaedigt wieder das Stadtmuseum im Rathaus.

Buzau nicht im Reisefueher eine Erwaehnung wert erreichen wir ueber einen kleinen Pass mit See und bester Herbstlandschaft. Die Ebene hat uns wieder und da machen wir Kilometer. Eine Campingnacht am See mit kitschigem Sonnenuntergang darf nicht fehlen…

Wieder ueber die Donau die wir seit Budapest nicht gesehen haben. Leichter Nebel und ganz so flach wie erwartet ists dann doch nicht - Huegel auf und ab.

Constanza die Hafenstadt am Schwarzen Meer, erreichen wir nach 1.811 km strampeln noch vor dem grossen Regen.


Haben guten Kontakt zur Bevoelkerung. Werden sogar eingeladen bei einem Ing. fuer Wasserbau zu naechtigen - leider wirds nichts - nach Besichtigung muessen wir dankend ablehnen. Die hygienischen Verhaeltnisse sind nicht ertragbar…. suchen uns ein Hotel und landen schliesslich im Exjugendhotel. Sehr realsozialistisch, wir fuehlen uns versetzt in alte Zeiten. Die Altstadt mit den Museen, dem Kasino am Meer und den Kirchen und Moscheen ein Hit und wir wohnen direkt drinnen.

Nur noch wenige Kilometer, die uns von der bulgarischen Grenze trennen. - Aber in Rumaenien gibt es noch viel fuer uns zu entdecken und wir werden sicher wieder mit unseren Raedern zurueckkommen…….

Wieder ein kleines Album mit einigen der vielen Fotos die wir in den letzten 2 Wochen gemacht haben. - Und nachdem uns viele schon danach gefragt haben: es gibt die Moeglichkeit direkt von einem Foto zum naechsten zu springen. - Einfach den Mauszeiger im linken Bereich des Bildes positionieren und es erscheint ein “next”zum weiterblaettern - im rechten Bereich kannst Du wieder zurueck…….

 

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3 Kommentare zu “Transylvanien, Siebenbuergen, Schwarzes Meer”

     
  1. Liebe Barbara und Walter!
    Sind froh wieder was von Euch zu lesen und zu sehen. Offentsichtlich geht´s Euch ganz gut, wie die Bilder zeigen. Schauen die Bilder gern an, aber geht´s auch mit Bildunterschrift? dann müssten wir nicht raten (und ihr wüsstet auch später noch, was wo war)
    Bei uns ist der Winter schon gekommen, glaub ich gehe in den nächsten Tagen mal eine kleine Skitour.
    Gut Radl
    Mama und Papa

    liebe eltern,
    das mit den bildunterschriften ist in arbeit. wie immer bei den computern dauern kleine dinge auch lang. heut die karte an o.gottfried verschickt - gar nicht so einfach ein zu finden… in der nebensaisong hat schon fast alles zu. hier wirds wieder warm ca. 19 grad und kommende woche sind wir schon in der tuerkei - ausser es gefaellt uns hier so gut wie in den ersten beiden tagen
    bussi waba

      walter und Elfi

  2.  
  3. wir sind doch schon in der türkei,
    alle vier sena, juta, ebru, zafer
    und warten hier auf euch mit offenen armen und rot wein, güzel marmara :) und fisch und salat
    dem regen schickt man fort,
    die scheinende sonne kommt
    bussi bussi bussi bussi

    hallo ihr lieben, das ist supi dass ihr auf uns wartet, wir schon erwartet werden. es wird noch eine woche dauern. morgen der letzte tag hier in bulgarien und dann 250 km bis Istambul. das wird huegelig und kann etwas dauern…
    bussi bis bald waba

      zafer

  4.  
  5. hallo lieber papa und hallo liebe barbara!

    na euch gehts gut! sooooo schöne fotos, besonders das mim pferd. und die städte schaun auch super interessant aus. weit gekommen seits ihr schon…alles echt nur mim fahrad?
    das fest vom onkel gottfried war sehr nett so auch das wochenende in salzburg, aber eben schon ziemlich kalt.

    dickes bussi
    anna

    lıebe anna, klar alles mit den fahrraedern barbara auf ihrem und walter auf seinem, das gepaeck aufgeteilt… ja kalt ists hier auch schon manchmal hatten sogar schon eis ueber nacht in den wasserflaschen. gut dass o. gottfried so gut befeiert wurde - auch wir haben ihm eıne karte geschickt. bussi und die nexten ferien kommen zu weihnachten
    waba

      anna

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